junge Männer vor Komposttoiletten

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Hier geht sie also los, unsere neueste Bonusaktivität rund um unsere Kloaktivitäten – das Bloggen.
Im ersten Teil möchten wir Euch auf eine kleine Reise in die bisherigen Kloaktivitäten von Cornelius und seinen Klofreunden mitnehmen.

Seine Leidenschaft für eine nachhaltige Sanitärwende hat ihren Ursprung bereits im Jahr 2016 genommen. Die große Begeisterung für das zukunftsweisende Geschäft mit dem Geschäft wurde u.a. durch einen Dokumentarfilm über Terra Preta und Toiletten – Undune (hier der Link zum kostenfreien Filmvergnügen: https://vimeo.com/136451791) entfacht.


Erste wertvolle Erfahrungen auf praktischer Ebene konnte Cornelius im Sommer 2016 bei einem Berliner Komposttoilettenstartup sammeln. Nachdem hier ein ernstzunehmender Investor eingestiegen ist, konnte es „so richtig losgehen“. Cornelius wurde die Co-Kapitänsrolle für die Expansionspläne in Süddeutschland zugewiesen. Im ersten Jahr konnte er neben ersten Vertriebserfahrungen im Winter 2016/17 wichtige Erfahrungen sammeln bezüglich Aufbau eines neuen Komposttoilettenstandortes (von Stuttgart einmal querfeldein durch Süddeutschland). Eine unausgereifte Organisationsstruktur und fehlende Finanzplanung führten nach nicht mal einer Sommersaison dazu, dass dieser Ansatz als zu große Herausforderung für alle Beteiligten abgestempelt werden musste. So konnte es definitiv nicht weitergehen.

Nichtsdestotrotz war die Begeisterung groß, vor allem dank vieler toller Erfahrungen und begeisterter Rückmeldungen von Komposttoilettennutzer*innen. Dadurch wollte das Konzept mobiler Komposttoiletten weiter ausgelebt und verfeinert werden.

Dies mündete in die Unternehmensgründung von “Öklo – Nährstoffe neu denken”. Gemeinsam mit zwei befreundeten Kloenthusiasten aus der Studienzeit in Eberswalde, Brandenburg, konnte es losgehen – mit eigener Toilettenfertigung in Eberswalde und Firmensitz in Freiburg. In der Annahme, das „grüne Freiburg“ wäre ein guter Ort und passender Nährboden für diese Dienstleistung, wurde der Traum vom eigenem Unternehmen umgesetzt.

Eigene Komposttoiletten entwickeln und bauen, ein Startkapital über Friends, Family & Fördertöpfe akquirieren und aufbauen und was sonst noch alles dazugehört – das Projekt wurde mit großer Begeisterung und mindestens genau so viel Selbstausbeute umgesetzt. In der Rückschau ein echtes Abenteuer.


Nach dem ersten Jahr Toilettendienstleistung in Süddeutschland ging es im Jahr 2018 dann vom eigentlichen Gründungsort Eberswalde los, den großen Festivalzirkus in und um Berlin mit unseren modularen Komposttoiletten zu versorgen. Darüber hinaus konnten von Eberswalde aus vielversprechende Kontakte zu kommunalen Partnern für die Verwertung der Inhalte aus den Komposttoiletten, dem entscheidendem Punkt als Komposttoilettenbetreiber, geknüpft werden. Wo das Ganze heute steht, könnt ihr unter https://finizio.de/pilotanlage/ nachlesen.
In diesem Spannungsfeld aus beinahe schwindelerregender Nachfrage nach unseren Klos, einem noch unausgegorenen Geschäftsmodell, gepaart mit sozialen Herausforderungen im Kernteam, stand das Projekt im Winter 2018/19 erneut an einem Scheidepunkt. Mit dem Ergebnis einer Aufspaltung in zwei eigenständige, doch miteinander kooperierende Unternehmen.

Daneben bahnte sich hinter den Kulissen noch der Verkauf der eingetragenen Marke “Öklo” an. Parallel zu uns entstand in Österreich ein gleichnamiges Komposttoilettenprojekt. Nachdem Öklo AT seit 2018 auch in Deutschland erste Festivals bediente, musste auch auf dieser Ebene eine Lösung gefunden werden. Eine Koexistenz wurde von keiner Seite angestrebt, auch ein Rechtsstreit hätte nur die Anwälte bereichert. So kam es zu den bis dato vermutlich längsten Verhandlungen in der deutschsprachigen Komposttoilettenszene. Mit dem Ergebnis, dass wir die Namensrechte an Öklo AT verkauft haben und seit Sommer 2020 an unserer neuen Ausrichtung und dem “Klos to nature” Auftritt feilen.

Demnach steht unser neues Projekt “Klos to nature” einerseits an vielen Punkten auf Neustart, anderseits können wir auf wichtige Erfahrungswerte zurückgreifen.

Abschließend noch mein tiefer Dank allen Wegbegleiter*innen, die uns bis hierhin als Partner*innen, Mitarbeiter*innen und Kund*innen begleitet und unterstützt haben.

Euer Klokapitän Cornelius

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